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Crime / Drama / Musical / Thriller | Regie | | Todd Phillips ... | Buch | | Scott Silver ... | | Todd Phillips ... | Darsteller | | Joaquin Phoenix ... Arthur Fleck | | Lady Gaga ... Lee Quinzel | | Brendan Gleeson ... Jackie Sullivan | | Catherine Keener ... Maryanne Stewart | | [noch 7 weitere Einträge] | | Agent |
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FreuleinUrst |
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Wertungen | | 21 |
Durchschnitt | | |
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DVD-Erscheinungstermin: 02.01.2025
Start in den deutschen Kinos: 03.10.2024
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Der Film beginnt stark: Die Ereignisse nach Arthur Flecks Gewaltexzess werden intensiv, beklemmend und spannend inszeniert. Fleck sitzt in Arkham ein, wartet auf seinen Prozess, und die Atmosphäre ist zum Greifen dicht. Doch dann verliert Phillips irgendwie den Faden.
An den Schauspielern liegt es nicht. Joaquin Phoenix liefert eine Glanzleistung ab – tiefstes Method Acting, das so nah am Wahnsinn ist, dass es fast unangenehm wird. Auch Lady Gaga überzeugt als Harley Quinn, wenn auch mit einer anderen Interpretation als Margot Robbie: weniger gefährlich, weniger unberechenbar, aber dennoch eindringlich.
Und doch steht sich der Film selbst im Weg. Die zahlreichen Musikeinlagen brechen immer wieder die Spannung, gerade wenn sie ihren Höhepunkt erreicht. Statt das Geschehen zu verstärken, reißen sie den Zuschauer heraus. Hier wollte Phillips offensichtlich ein großes cineastisches Statement setzen. Doch genau dieser Kunstgriff wirkt wie ein Stolperstein. Die restliche Handlung ist recht lahm erzählt und kommt emotional nicht der inneren Zerrissenheit des Arthur Fleck gleich.
Fazit: Joker: Folie à Deux ist kein Reinfall, aber seine Ambitionen stehen ihm im Weg. Es hätte etwas wirklich Großes werden können, die Voraussetzungen inklusive einem Ende mit Aha-Effekt sind vorhanden – wenn sich Phillips mehr auf bewährte Erzählmethoden verlassen hätte, anstatt zwanghaft nach Größe zu streben.